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Auch nach Kriegsende:
Fund von Massenvernichtungswaffen nur noch eine Frage der Zeit

Nach wie vor felsenfest überzeugt ist der amerikanische Präsident George W. Bush, dass im Irak Massenvernichtungswaffen gefunden werden. Bush:"Es MUSS im Irak Massenvernichtungswaffen geben - sonst hätten wir den Krieg ja gar nicht angefangen!" Um die Suche zu beschleunigen, will Bush jetzt die gesamte amerikanische Bevölkerung in seine Bemühungen einschliessen. Im Rahmen eines Preisausschreibens soll die Frage beantwortet werden: "Angenommen, Sie müssten Massenvernichtungswaffen verstecken, wo würden Sie sie deponieren?" 1. Preis: ein Wochenende für zwei Personen in einem ehemaligen irakischen Präsidentenpalast. 2. Preis: zweitägiger Aufenthalt als "Embeded Tourist" bei der 3. Infanterie-Divison in Kerbala, und 3.-100. Preis: ein Taschenbuch mit den schönsten Original-Bush-Zitaten. ("Ich hätte den Fragesteller fragen sollen. Ich hatte jedoch keine Möglichkeit, den Befrager die Frage, die Sie gefragt haben, zu fragen.")
An dem Preisausschreiben können sich übrigens auch die Bürger und Bürgerinnen osteuropäischer Nato-Staaten (Polen, Tschechien usw.) beteiligen. Einsendungen aus Frankreich und Deutschland sind jedoch unerwünscht und werden nicht berücksichtigt.



Irakkrieg hat auch fröhliche Aspekte

Anlässlich der diesjährigen Oscar-Verleihung ist ja wieder einmal unter Beweis gestellt worden, dass einschlägig bekannte Künstler jede Gelegenheit dafür nutzen, Friedenshetze zu betreiben. Glücklicherweise sieht aber nicht die gesamte Entertainment-Branche den Irak-Krieg kritisch. Dass man ihm durchaus auch fröhliche Aspekte abgewinnen kann, beweist jedenfalls ein Beispiel aus Holland (3,6 MB) auf eindrucksvolle Weise



Disziplinprobleme bei den Invasionstruppen
US-Kampfpiloten verweigern Angriffe auf britische Stellungen

Während die Invasionstruppen von Erfolg zu Erfolg eilen, ist aber auch nicht zu übersehen, dass es in ihren Reihen zunehmend Probleme mit der militärischen Disziplin gibt. Fast täglich wird mittlerweile berichtet, dass sich amerikanische Kampfpiloten geweigert haben sollen, britische Stellungen anzugreifen.



Was soll aus Saddam Hussein werden?

Berichte, nach denen sich Saddam Hussein bereits vor dem Beginn des Irakkriegs nach Hanau bzw. Linz abgesetzt haben soll, haben sich zwar längst als gezielte Desinformationen herausgestellt. Nichtsdestrotrotz stellt sich mittlerweile aber immer drängender die Frage, was aus dem Ex-Staatspräsidenten werden soll, wenn der Irak komplett besetzt worden ist. Ihn vor ein internationales Kriegsverbrechertribunal zu stellen, kommt für die US-Regierung schon allein deshalb nicht in Frage, weil die Bush-Administration ja so ihre Probleme mit internationalen Gerichten hat. In gewisser Weise empfindet man ihm gegenüber insgeheim aber sogar eine gewisse Fürsorgepflicht. Schließlich hat er seiner Rolle als arabischer Bösewicht Nummer Eins in den Neunziger Jahren hervorragend gespielt. Und außerdem hat man, allem Säbelgerassel zum Trotz, natürlich nicht vergessen, wer damals Krieg gegen die iranischen Mullahs geführt hat.

Hinter den Kulissen der Weltpoltik bemüht sich die Bush-Regierung deshalb inzwischen fieberhaft um Perspektiven, die man Mister Hussein anbieten kann. Im Gespräch sind zurzeit vor allem folgende Optionen:
  • Zinsloses Darlehen für den Aufbau einer Doppelgänger-Agentur
  • Vertriebsbeauftragter für chemische Kampfstoffe bei Dow Chemical
  • Leitung einer Selbsterfahrungsgruppe für ehemalige Diktatoren
  • Chef des Werkschutzes beim Kampfflugzeug-Hersteller Northrop-Grumman




Neue PR-Strategie
Irak-Wochen bei McDonald's

Mangelnde Unterstützung für den Feldzug der Amerikaner und Briten ist ja insbesondere in Europa zu verzeichnen. Eine Situation, die die PR-Strategen im US-Außenministerium nun dazu veranlasst hat, gemeinsam mit der heimischen Wirtschaft geeignete Gegenmaßnahmen zu entwickeln. Nach bislang unbestätigten Informationen soll das erste Ergebnis dieses Joint-Ventures für den deutschen Markt folgendermaßen beworben werden: