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Flutkatastrophe in Südasien
Titanic-Ikone unter den Opfern?

Dass es sich bei der Flutkatastrophe in Südasien um den Versuch einer gezielten Rache der Natur an Thailand-Urlaubern wie Altkanzler-Kohl und Altsänger Karel Gott handeln soll, ist natürlich eine infame Lüge. Der Dauerberichterstattung diverser Nachrichtensender verdanken wir aber immerhin die gesicherte Erkenntnis, wie ein einzelnes Thema über zig Tage hinweg rund um die Uhr totgesendet werden kann. Wobei zwei Dinge besonders bemerkenswert sind: Zum einen gehört es offenbar zu den arbeitsvertraglichen Pflichten jedes Katastrophen-Moderators, sich um einen Gesichtsausdruck zu bemühen, mit dem man sich um den Peter-Kloeppel-Preis für Betroffenheitsmimik bewerben kann. Und außerdem zählt es allem Anschein nach zum kleinen Einmaleins einer auf Superlative fixierten Form des Journalismus, im Halbstundentakt gestiegene Opferzahlen präsentieren zu sollen. Und zwar ganz so, als mache es für die Bewertung der Katastrophe einen Unterschied, ob der body count nun gerade bei 120.000 oder 130.000 angekommen ist.

Unabhängig vom Entsetzen, das Opferzahlen dieser Größenordnung auslösen, erschüttern aber auch Einzelschicksale. Wozu auch die hier gefundene Meldung gehört, dass Gisela von Hinten zu den Vermissten gehört. Handelt es sich dabei tatsächlich um die Ravensburger Partner- und Sexualberaterin, die vom Satiremagazin Titanic in den Rang einer Ikone der Menschen mit aussagekräftigen Nachnamen erhoben worden ist? Oder gehört eine Namensvetterin zu den möglichen Opfern? Oder hat sich da jemand einen ebenso subtilen wie schlechten Scherz erlaubt? Wir werden weiter versuchen, dieses makabre Detail aufzuklären.

jg


Analphabeten haben "große Defizite in der Grundbildung"
Jetzt reicht es aber endgültig, Bohlen!

Eigentlich wollten wir hier ja kein Wort mehr über Dieter Bohlen verlieren. Vergegengewärtigt man sich angewidert noch einmal, dass seine Karriere mit dem Ausstoßen von Geräuschen begonnen hat, die das musikalische Pendant zur Summe sämtlicher Tankerkatastrophen sind, und er seit einiger Zeit keine Gelegenheit auslässt, sich ins Gespräch zu bringen, ist die Liste seiner Schandtaten mittlerweile einfach zu lang, um noch auf einzelne Peinlichkeiten eingehen zu wollen. Wobei ärgerlicherweise noch hinzukommt, dass es dem ehemaligen Kurzzeitgatten einer ebenso verzichtbaren Allround-Selbstdarstellerin bedauerlicherweise völlig egal ist, was über ihn berichtet wird, wenn nur über ihn berichtet wird, und man ihm deshalb sogar mit kritischen Tönen einen Gefallen tut.

Gut, kann man jetzt sagen, Bohlen kriegt ja auch immer wieder Plattformen geboten, um irgendetwas zum Besten zu geben. Da ist natürlich was dran. Und zwar nicht nur dann, wenn es dabei um die Bild-Zeitung geht, die entweder nur auf das nächste Lebenszeichen aus dem Hause Bohlen wartet, um daraus die nächste halbgare Story mit vordergründigem Sensationswert zu machen, oder entsprechende "Events" zur Not auch selbst inszeniert werden. Was aber doch nur heißen kann, dass unter bestimmten Umständen Pressezensur ebensowenig ein Tabuthema sein sollte wie das öffentliche Teeren und Federn von Lohnschreiberlingen, die an solchen Geschäften auf Gegenseitigkeit beteiligt sind.

Ablenken kann dies aber auf keinen Fall von der persönlichen Schuldverstrickung des Herrn Bohlen. Und aktuell vor allem nicht davon, dass seine Nussknacker-Visage eine Anzeige ziert, mit der die Telekommunikationsfirma O2 irgendein Alfa-Telefon im Kampf gegen den Analphabetismus unterstützen will. Man muss sich das nur mal vorstellen. Neben den Grenzdebilen, den sozial gestrauchelten Bildzeitungslesern und dem Zuschauerstamm sämtlicher Talkshows, die den tönenden Tor aus Tötensen immer wieder auf den Schild heben, begeistern sich bekanntlich die Analphabeten am intensivsten für sein Leben und Werk. Und exakt diese Randgruppe muss sich nun mit seinem Zutun vorhalten lassen, "große Defizite in der Grundbildung" zu haben. Und das ausgerechnet von jemandem, dessen verhaltensorientierte Grundbildung sich am ehesten mit der sozialen Disposition von Vorstadtrowdies vergleichen lässt. Weshalb es nun endgültig reicht, Sportsfreund Bohlen! Noch ein Wort in dieser oder einer ähnlichen Richtung: Dann ist es nicht mehr damit getan, sämtliche Waren und Dienstleistungen zu boykottieren, für die "de Diitää" in irgendeiner Form Werbung macht.

jg


Sabrina Setlur
"Ich bin doof!"

Mit einer gar nicht mehr so neuen Entdeckung konfrontiert uns die Rapperin Sabrina Setlur auf ihrer neuen Platte ("Sabs"): "Wir haben ALLE Scheisse in uns!" Aber statt bei dieser Erkenntnis stehen zu bleiben, geht Setlur noch einen Schritt weiter: "Aber ICH lass sie raus!" Aber auch DAS kennen wir schon - z.B. von Dieter Bohlen. Aber im Unterschied zu Bohlen kommt Setlur zu einer wesentlichen Einsicht : "Ich bin DOOF!" Und wie doof IST Sabrina Setlur? "Wie ‚ne Frisbee über alle drüber." Und wie MACHT Sabrina das? "Ich sprech' tight left right." AHA! Und welche ZIELE verfolgt Sabrina damit? "Ich schieb Dir blitzschnell alles, was Du denkst, in Deinen Arsch!" BLITZSCHNELL! In den ARSCH! Damit sind wir praktisch erledigt: "Fang schon mal zu flennen an, denn Du bist am ENDE, Mann!" Stimmt! Uns ist nur noch zum HEULEN zumute. Bleibt noch eine letzte Frage: wie ist Sabrina eigentlich ALS FRAU? "Selbst meine Klitoris is'n Schmecker, bitte FRAG Boris Becker". Leider ist jedoch Beckers Telefon seit dem Erscheinen von Sabrina Setlurs neuer Platte STÄNDIG besetzt - wir sind eben nicht die einzigen, die sich für Sabrina Setlur interessieren. Einen Hinweis, wie man an sie herankommt, teilt sie jedoch selbst mit: "Ich brech' BREITBEINIG lachend zusammen, wenn ich hör, was ihr für'n TRASH schreibt." Also hingesetzt und Trash geschrieben! Zum Beispiel solchen:"Ich weiss, der Scheiss' haut einen nieder, und dann ist plötzlich kein Beat da". Das ist uns aus wirklich der Seele gesprochen...
P.S. Der Heiss&Fettig-Leser Albert K. aus S. teilte uns soeben mit, dass es auf der neuen Platte von Sabrina Setlur NICHT heisst: "Ich bin DOOF!", sondern: "Ich bin SO!" Was den UNTERSCHIED zwischen diesen beiden Statements ausmacht, konnte uns der Leser jedoch AUCH nicht erklären...

hs


Wogegen sich Jim Morrison nicht mehr wehren kann
Neues von Jeanette B. und Christina A.

Dass Jim Morrison heute noch von vielen Menschen als Idol verehrt wird, ist ja vor allem mit seinem frühen Ableben zu erklären. Damit ist ihm nämlich ein Schicksal erspart geblieben, das entwürdigender nicht sein kann: In drittklassigen Musikschuppen vor einem Rentnerpublikum aufzutreten, das nur die Songs aus einer Zeit hören will, in der der Künstler und das Publikum jung und irgendwie rebellisch waren.

Ein früher Tod hat aber auch im Fall des ehemaligen Doors-Frontmans seine Nachteile. Zum Beispiel den, sich nicht mehr dagegen wehren zu können, dass Jeanette Biedermann sich aktuell auf ihn bezieht und ihr aktuelles Album "Break on through" heißt. Wir erinnern uns: Leitmotiv der Doors waren damals die Pforten der Wahrnehmung gewesen, die durchbrochen werden sollten. Ein Lebensgefühl, das man heute einer Trällermieze, die es als Mitwirkende bei "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" zu einiger Popularität bei 12- bis 18-jährigen Halbdebilen gebracht hat, nun wahrlich nicht zutraut. Und es ist ja auch nicht wirklich so gemeint: "Break on through" ist halt eine Parole, die sich heute ähnlich sinnabstinent aufsagen lässt wie "Make love not war". Sie klingt aber irgendwie nach Rock'n'Roll, und das passt dann ja ganz gut ins Konzept einer gelernten Friseuse, die sich momentan gern rockig verkleidet und bei der sowieso die dekorativen Qualitäten im Vordergrund stehen.

Was aber trotzdem noch ein minderschwerer Fall ist. Jedenfalls dann, wenn man es mit den aktuellen Statements aus dem Plappermäulchen einer gewissen Christina Aguilera vergleicht. Sie wolle nicht ständig auf das Thema "Sex" reduziert werden, und habe einen Anspruch darauf, als Künstlerin ernstgenommen zu werden, ist neuerdings von ihr zu hören. Wie bitte, Miss Aguilera ? Sich in knappem Outfit und mit eindeutigen Posen für eigene Videoclips filmen lassen, und sich dann darüber beschweren, dass diese Rechnung offenbar aufgegangen ist ? Und von Kunst daherschwafeln, aber nicht zur Kenntnis nehmen, dass die eigenen Sangeskünste diese Bezeichnung nicht wirklich verdienen ? Da würden wir dann doch lieber dazu raten, die Leute etwas weniger für dämlich zu halten und etwas mehr aus den unnebelten Gefilden des Größenwahns zurückzukommen. Was aber vermutlich auch nichts mehr daran ändern würde, dass es Christina Aguilera bereits gelungen ist, Mariah Carey als größte Trash-Ikone aller Zeiten zu beerben.

jg


Sie nu' wieder
Frau Stahnke macht sich wieder nackig

Mit einer Mischung aus Kopfschütteln und offensivem Desinteresse hatte die Öffentlichkeit bekanntlich vor ein paar Jahren darauf reagiert, dass Frau Susan Stahnke sich in einer Aufmachung hatte fotografieren lassen, die nur mit viel Mühe als "erotisch" zu bezeichnen war. Als Frau Stahnke daraufhin keine Nachrichten mehr ablesen durfte, hielt sich die Anteilnahme über ihren Rausschmiss bei der "Tagesschau" ebenfalls in Grenzen. Was aber auch daran lag, dass Frau Stahnke zu diesem Zeitpunkt schon recht präzise Vorstellungen von ihrer künftigen Hollywood-Karriere hatte. Nachdem es mit diesem beruflichen Fortkommen dann wider subjektives Erwarten doch nicht so recht klappen wollte, folgte irgendwann eine öffentlich vorgenommene Darmspiegelung und dann überraschenderweise erstmal eine ganze Weile gar nichts. In den letzten zwei Monaten haben sich die Ereignisse dann aber förmlich überschlagen. Erst wollte Frau Stahnke partout in aller Öffentlichkeit erfahren, wer denn nun bitteschön ihr leiblicher Vater sei. Dann folgte ein Nervenzusammenbruch, der angeblich nichts mit mangelndem Interesse an der verzweifelten Suche nach dem Erzeuger Frau Stahnkes zu tun haben soll. Und schließlich kam, was erfahrungsgemäß immer kommen muss, wenn weibliche B- und C-Klasse-Promis alle konventionellen Mittel erschöpft haben, mit denen sie es vielleicht auf die Titelseiten bringen: Frau Stahnke macht sich für den Playboy nackig! Über den Erotikfaktor der Ergebnisse kann man sicher streiten. Unstrittig dürfte aber sein, dass Frau Stahnkes öffentliche Statements zum Tief- und Hintersinn dieser Fotostrecke ("Besonders gefreut hat mich, dass meine Ballettvergangenheit mit in die Bilder einfließen konnte") ebenso dünn wie überflüssig sind, und man sich darauf einzustellen hat, dass die Playboy-Fotos noch nicht Frau Stahnkes letztes Wort waren.

Noch mehr muss man sich aber Sorgen um Gina Wild machen, die postwendend der Meinung war, für solche Fotos wesentlich besser geeignet zu sein. Ist es mit ihr tatsächlich schon so weit gekommen, dass sie sich mit Frau Stahnke vergleichen muss ?

jg