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Demütigung für deutsche Ingenieure
Rätsel des zerbrochenen Kekses in England gelöst

Ein weiterer Beweis dafür, dass es nach den Universitäten auch mit dem deutschen Ingenieurswesen bergab geht, kommt nun ausgerechnet aus England. Jeder kennt das Problem, dass der Inhalt gerade gekaufter Kekspackungen zum Teil bereits zerbröselt ist. Man kann sicher darüber streiten, ob der dadurch entstehende Schaden überhaupt volkswirtschaftlich quantifiziert werden kann. Fest steht aber, dass die deutsche Hochschulforschung dieses Phänomen jahrzehntelang ignoriert hat und sie nun ernüchtert zur Kenntnis nehmen muss, dass das Rätsel des vorzeitig zerbrechenden Kekses im Vereinigten Königreich gelöst worden ist. Mit einer umfangreichen Versuchsreihe hat nämlich ein pakistanischer (!) Student der Universität Loughborough festgestellt, dass handelsübliche Kekse nach dem Backen am Rand zu schnell feucht und in der Mitte zu schnell trocken werden, wodurch im Kleingebäck ungünstige Spannungsverhältnisse entstehen und der Keks damit zum vorzeitigen Brechen neigt. "Typisch Engländer" mag man mit Blick auf diverse spleenige Freizeitbeschäftigungen des Inselvolks abwertend meinen. Was aber nichts daran ändern kann, dass die herausragende Stellung des deutschen Ingenieurswesen wie ein unvorsichtig abgekühlter Keks zu zerbröseln droht, insbesondere die Engländer gewaltig aufholen, und es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis sich qualitätsbewusste Automobilkäufer in anderen Industrienationen nicht mehr für die Marken VW, BMW und Mercedes, sondern für Bentleys entscheiden.

jg


Spiel mit Worten kann lebensgefährlich sein

Gerade sind sie in Mode, die Wortspieler und Kabarettisten, doch morgen schon könnten sie verschwunden sein. Grund hierfür ist eine neue Sorte Worte, die zwar harmlos aussieht, aber hochdramatisch explodieren kann, wenn man versucht, sie mit einem Mentholkaugummi zusammen im Mundraum für den baldigen Einsatz aufzubewahren.

Kommissar Herbert von der Kripo Erlangen: "Wir suchen noch nach den Personen, die solche Worte in Umlauf bringen. Mittlerweile legen wir ihnen 15 Morde zur Last, fast alle sind im mittelhessischen Raum aufgetreten, wo die Opfer Probepackungen eines Mentholkaugummis im Briefkasten vorfanden, einige Briefumschläge sind offenbar mit einer Art Wortzünder imprägniert worden.

Wenn Sie Mentholkaugummis mit der Werbepost bekommen haben, schicken Sie diese entweder zur Untersuchung an die Kripo Erlangen oder an die nächste Polizeidienststelle, aber kauen Sie sie auf keinen Fall, besonders dann nicht, wenn Sie zur Verwendung des Wortes 'und' während des Kaugummikauens neigen."

yn


Gedönsheimer Fumpilöns-Verein gegründet

Ein historischer Moment in der kalten Jahreszeit - der Fumpilöns-Verein ist endlich Bestandteil des deutschen Vereinsregisters. Die Gedönsheimer stellen auf diese Weise sicher, daß das Fumpilöns-Syndrom, das dreißig Prozent der Gedönsheimer Bevölkerung quält, nicht in Vergessenheit gerät. Nanette Onkel, erste Vorsitzende: "Es ist schon ein Scheiß-Gefühl, wie einen die Bundesregierung in dieser Sache in Stich läßt. Im Gedönsheim leiden vierhundert Leute an Fumpilöns, und die Wissenschaftler führen dies mittlerweile auf das AKW im Nachbarort Pusteldorf zurück, das da irgend so ein Hobby-Atomökonom zwischen den dicken Kartoffeln in seinem Garten installiert hat.

Die Pusteldorfer schienen bisher mit einer natürlichen Fumpilöns-Immunität ausgestattet zu sein, doch auch das ist jetzt als Legende widerlegt: der Wind weht einfach den ganzen Dreck in Richtung Gedönsheim, und wenn die Pusteldorfer Atomdeppen ihre Heizungen aufdrehen und in vier Sekunden von Null auf dreiundvierzig Grad Raumtemperatur sind, fumpilieren zwei Gedönsheimer pro Minute. Ich sag Ihnen, lustig ist das nicht!"

Mittlerweile hat Neukanzler Schröder auf die Vereinsgründung mit einem Kranz für die Fumpilöns-Opfer der letzten vier Jahre reagiert und auch den Bau einer Gedenkstätte angekündigt. Ob die Gedönsheimer von der prominenten Anteilnahme überhaupt etwas mitbekommen, steht auf einem anderen Blatt - immerhin schädigt chonisches Fumpilieren nachhaltig die recogniszitiven Randhirnbereiche, die an der Erkennung der Prominenz als solcher maßgeblich beteiligt sind.

yn


Vogelstimmen-Digitalisierung auf dem Weg zur perfekten Symphonie

Die qualitativ unsäglich schlechten, rauschenden und knisternden Vogelstimmen-Tonträger haben ausgedient: es gibt BirDigi. Mit BirDigi kann jeder Ornithomat Vogelstimmen seiner Wahl zu Freilandaufnahmen zusammenschneiden, die in der Brillianz unübertroffen sind. Auf diese Weise lassen sich auch die beliebten Mystery Bird- Wettbewerbe mit wirklich schwer bestimmbarem Material versorgen.

BirDigi kann aber noch mehr: auch im grafischen Bereich läßt das Programm einen nicht im Stich, von der herkömmlichen Amsel bis zum Warzschnabel-Elefantenohrgeier sind die Bauteile für alle Vogelarten der Erde verfügbar. Der Vogelkundler muß sie nur kombinieren oder kann aus einer Vorauswahl der 100 beliebtesten Kreationen wählen und diese nach seinem Geschmack verändern.

"Dank BirDigi wissen wir endlich, wie der verschollene Hualagula-Breitschnabel wirklich aussieht und können uns nun mit einem Fahndungsfoto in die burmesischen Urwälder aufmachen." lobte Eilutein, erster Vorsitzender der NABU-Schnitzelessen-Runde, die Möglichkeiten des Programms. "Und das beste: wir sind noch nicht mal am Ende der Skala angekommen! Für 12000 Vogelarten stehen noch die Beschreibungen und Erstfunde aus, BirDigi wird die Suche wesentlich erleichtern."

yn


Übertragung von Computerviren auf Menschen geglückt!

Das Geschrei um Xenotransplantation und Gentechnik nimmt kein Ende mehr, seit Dr. Heimer du Pappé ultrageheime Forschungsergebnisse der Mayer-Konzerne an die Öffentlichkeit gebracht hat. Aus diesen Berichten geht hervor, daß die Basedow-Krankheit, von der man bisher noch nicht wußte, wie sie ausgelöst wird, durch den ersten gelungenen Übertrag eines Computervirus entstanden ist.

"Der Virus war zwar ursprünglich nicht als solcher geplant, sondern sollte ein neuartiges Betriebssystem darstellen, aber der Versuch, das Programm zum Laufen zu kriegen, wurde nach dem ersten Beta-Test in Herzschrittmachern aufgegeben. Das Programm wurde ad Acta gelegt und beim Umzug der Firma wieder ausgegraben. Der Zweitchef verscheuerte persönlich Teile dieses völlig mißlungenen Programms an Microsoft, und dort wurde daraus Windows, das sich heute so zimlich auf fast jedem Rechner befindet.

Genau das macht es so gefährlich: Einem Teil des Programms wurde durch die frühen Herzschrittmacher-Implantationen ermöglicht, sich in das Erbgut der Menschen einzuschleichen, aber allein stellt er noch keinen Unsinn an. Schlimm wirds erst, wenn der Träger eines Herzschrittmachers der verhängnisvollen ersten Baureihe Kinder hat und diese sich vor den Computer setzen. Dann wird über die Interferenzen und Strahlungen des Computer-Betriebssystems der Virus aktiviert und zackbumm gibt es Epilepsie, Basedow und solche Sachen.

Aus irgendeinem Grund sind Frauen wesentlich stärker betroffen als Männer, das kann aber daran liegen, daß Frauen sich intuitiver mit den PCs auseinandersetzen und folglich mehr Interferenzen abkriegen.

Der Schaden, den diese Geschichte der Gentechnik und der Xerotransplanation zugefügt hat, ist noch nicht abzusehen, aber er kann gar nicht groß genug sein. Denn es wird weiter fleißig vertuscht, wo es nur geht, schließlich geht es um Geld und nicht um Leben. Die Menschheit darf fortan mit dem Virus leben, und die Gentechniker und Organschrauber arbeiten auch fleißig an der Vorbereitung weiterer Nettigkeiten in diesem Stil."

HEISS&FETTIG schweigt schockiert.

yn