Fußball-WM 2002 Aktuell >>Archiv
   
 
Alle lieben Rudi Völler
Tante-Käthe-Superstar

Deutschland hat einen ultimativen Sommerhit: "Es gibt nur ein' Rudi Völler" (ein Blick ins Telefonbuch bestätigt übrigens die sachliche Richtigkeit dieser Aussage!)

Jetzt wird Völler mit Preisen und Auszeichungen überhäuft: bereits am Mittwoch erhält Völler die Ehrendoktorwürden der Universitäten Kraiova, Irkutsk und Santo Domingo di Bahia (Brasilien!). In der nächsten Woche wird ihm dann wegen seiner geschliffen formulierten Bulletins über den geistigen Gesundheitszustand von Oliver Bierhoff der Preis der "Deutschen Gesellschaft für Sozialpsychiatrie" verliehen. Auch wurde Völler für diverse Nobelpreise vorgeschlagen: Friedensnobelpreis, Nobelpreis für Physik (Viererkette!) und für den neugeschaffenen Nobelpreis für Leibesübungen. Zu Beginn der neuen Bundesligasaison wird Bundespräsident Rau Völler den "Grossen Orden der Bundesrepublik Deutschland am Grosskreuz und Hosenband mit Eichenblatt und Stern" verleihen. Anschließend wird Völler in die Ruhmeshalle grosser Deutscher ("Walhalla") aufgenommen und seine Büste neben Friedrich dem Grossen, Helmut Rahn und Heinrich Lübcke aufgestellt. Doch damit nicht genug: die Erzdiözese München und Freising (Inhaber: Kardinal Ratzinger) will dem Vatikan vorschlagen, Rudi heilig sprechen zu lassen. Begründung: dass der Teamchef mit einer "Gurkentruppe" ins Endspiel gekommen ist, sei mit normalen "naturwissenschaftlichen" Argumenten nicht zu erklären. Die grösste Überraschung kommt jedoch aus England. Der vor kurzem dort noch als "Panzergeneral" verspottete Völler wird von der Königin zum Ritter geschlagen. Titel: Sir Käthe.

Aber auch Mannschaftmitglied Carsten Jancker erhält eine Auszeichnung: die "Zitrone des Jahres" für die jämmerlichste Nebenrolle in einer abendfüllenden Veranstaltung. Wir gratulieren!

hs


Obwohl Carsten Jancker fehlte
Deutschland nur Vize-Weltmeister

Rätselraten herrschte im Lager der deutschen Fussballnationalmannschaft nach der Niederlage gegen Brasilien: obwohl der Mittelstürmer Carsten Jancker gar nicht auf dem Platz gestanden hatte, verlor Deutschland gegen die Südamerikaner! Team-Chef Völler will jetzt konsequent alle Spieler aussortieren, die im Endspiel dieselbe jämmerliche Figur, die bisher ausschliesslich Jancker vorbehalten war, abgegeben hatten. Darunter fallen Torwart Kahn (primitivste Anfängerfehler), Didi Haman (amateurhafter Ballverlust nach überflüssiger Tändelei im Mittelfeld), Torsten Frings (wiederholtes hinterhältiges Foulspiel) und Oliver Neuville (völlige Unkenntnis der Abseitsregel).

hs


Die Zahlen beweisen:
Deutschland wird Weltmeister

Nach einer Zahlentheorie*, die sich in den letzten Tagen lauffeuerartig verbreitet hat, soll das Endspiel um die Fußballweltmeisterschaft bereits entschieden sein. Demnach steht bereits seit mehreren Jahren fest, dass die Auswahl Brasiliens in diesem Jahr mit absoluter Sicherheit den WM-Titel holen wird. Ein Zahlenspiel, das jedoch zum einen das Manko hat, dass die Allgemeine Relativitätstheorie im Vergleich zu ihm so leicht verständlich anmutet wie eine Anleitung zum Schuheanziehen. Außerdem hält diese Theorie aber auch keiner Überprüfung stand.

Es verhält sich nämlich ganz anders. Und zwar gleich aus mehreren Gründen:

Deutschland ist bisher im Abstand von 20 und 16 Jahren Fußball-Weltmeister geworden. Nämlich 1954, 1974 und 1990. Daraus folgt, dass zwölf Jahre nach dem letzten Titelgewinn ein weiterer ins Haus steht. Und was ergibt 1990 plus 12 ? Richtig ! 2002 sind wir also wieder an der Reihe !

Untermauert wird dies noch durch eine weitere Gesetzmäßigkeit. Deutsche Nationalmannschaften waren beim fünften, zehnten und vierzehnten WM-Turnier erfolgreich. Nochmal zum Mitschreiben: 5 - 10 - 14 ! Logisch fortgesetzt wird diese Reihe durch die 17. Und zum wievielten Mal wird gerade der Weltmeister ausgespielt. Wieder richtig ! Zum siebzehnten Mal !

Ganz zu schweigen natürlich davon, dass Deutschland immer dann Weltmeister geworden ist, wenn die Türkei bei der WM hat mitspielen dürfen. Nämlich 1954.

Mit einfacher Zahlenlogik lässt sich aber noch mehr unwiderlegbar beweisen. Zum Beispiel, weshalb die Italiener diesmal schon in der Vorrunde rausgeflogen sind. Italien ist bekanntlich bisher dreimal Weltmeister geworden. Und zwar bei den WM-Turnieren von 1934, 1938 und 1982. Der WM-Titel ist also zunächst im Abstand von 4 Jahren und dann von 44 Jahren erneut gewonnen worden. Woraus natürlich folgt, dass man sich auf dem Stiefel erst 444 Jahre nach dem zunächst letzten Erfolg wieder so richtig freuen darf. Was demnach also im Jahre 2426 der Fall wäre. Auf den ersten Blick vielleicht eine relativ lange Wartezeit. Aber, liebe Italiener: Habt einfach ein bisschen Geduld ! Es wird dann ja auch auf jeden Fall klappen.


* Wir sehen es als Aufgabe unserer journalistischen Sorgfaltspflicht an, diese absurde Theorie hier zu dokumentieren:

Brasilien ist 1994 zum letzten Mal Weltmeister geworden, das vorletzte Mal 1970.
1994 + 1970 = 3964

Argentinien: Letzter titel: 1986, vorletzter titel: 1978
1986 + 1978 = 3964

Deutschland: Letzter titel: 1990, vorletzter titel: 1974
1990 + 1974 = 3964

Was heißen soll:
3964 - 2002 = 1962
Weltmeister 1962: Brasilien
Und damit angeblich auch wieder 2002

jg


Nach dem Sieg gegen Korea
Deutschland dankt Carsten Jancker

Nach dem Sieg gegen die Koreaner hallten noch bis in die späte Nacht die begeisterten "Jancker!Jancker!"-Rufe durch Deutschlands Strassen. Die Fans waren sich einig: "Carsten - unser Fussballgott!" Denn mit seinem Rückzug aus der Nationalmannschaft machte Mittelstürmer Carsten Jancker den Weg frei für den Einzug Deutschlands in das Finale der Fussballweltmeisterschaft. Da Jancker nirgendwo auf dem Fussballfeld mehr im Weg stand, hatten Deutschlands Kicker im Spiel gegen Korea freien Zugang zum gegnerischen Tor, zumal niemand in die von den Asiaten extra für Jancker aufgebaute Abseitsfalle tappte.

Das Fehlen von Jancker löste übrigens ein Wutgeheul in der englischen Boulevardpresse aus, da der deutsche Sieg nicht durch die verhassten "German Panzers" zustandegekommen war, sondern durch Filigrantechniker wie Jens "Rivaldo" Jeremies und Torsten "Lucio" Frings.

hs


Weil "Regimentstrottel" Jancker fehlte
Deutsche Panzer zermalmen US-Cowboys

Mit einer geradezu heroischen Abwehrleistung verteidigten die deutschen Fussball-Panzer unter Führung von "Konteradmiral" Kahn die Heimatfront gegen die mit einer riesigen Übermacht und einem gnadenlosen Vernichtungswillen anstürmenden US-Cowboys und zogen damit völlig verdient ins Halbfinale der WM ein. Im Gegensatz zur Schlacht in der Normandie mussten sich die Amis dank eines Volltreffers von Michael "Torpedo" Ballak dieses Mal geschlagen geben und mit ihren Truppen wieder abrücken. Der Grund: die deutsche Infanterie war ohne "Regimentstrottel" Carsten Jancker angetreten.

Jetzt will Rudis Truppe auch den Endsieg!

Doch vorher müssen noch die koreanischen Fussball-Krieger besiegt werden. Fussballegende Bum Kun Cha: „Wir beissen, wir kämpfen, wir geben nie auf. Wir haben Ausdauer und Willenskraft wie die Deutschen. Und einen Nationalstolz, der ungeahnte Kräfte freisetzt. Eine Absage an die Nationalmannschaft wie Effenberg? Bei uns wäre das Verrat! Die besten und lautesten Fans der Welt treiben die Spieler über die Schmerzgrenze. Dank ihrer Power überfallen sie jeden Gegenspieler mit drei oder vier Mann gleichzeitig.“ Rudi Völler: "Wir werden uns wehren bis zum letzten Mann. Und wenn der Schiedsrichter neutral bleibt, haben wir auch eine echte Chance..."

hs